„Das war mal unser Lieblingsplatz“

Abschlussklasse der GS Mogendorf sammelt Erkenntnisse bei Unterrichts-Projekttag im Wald – Nachhaltiges Lernen durch reales Begreifen

Mit viel Interesse und Forschergeist beschäftigte sich die Abschlussklasse (Fuchsklasse) in den letzten Wochen des Schuljahres mit unterschiedlichen Aspekten und Fragestellungen zum Thema Wald. Mit Hilfe unterschiedlichster Informationsquellen und Medien beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung ihres Waldes als vielseitiger Lebensraum von Tieren und Pflanzen, als Holzlieferant, als Erholungsraum für die Menschen und nicht zuletzt als wichtiger Faktor unseres Klimas. Nach einigen Referaten und Recherchen im Klassenraum und Zuhause wurde ein kompletter Unterrichtsvormittag direkt in den nahen Wald verlegt, in dem die Kinder im Laufe ihrer Grundschulzeit schon häufiger waren. Das Erstaunen und der Schreck war leider groß, als die Klasse an „ihrer Stelle“ am Bachlauf ankam. Die Konfrontation mit den dort sichtbaren erheblichen Schäden durch Trockenheit und Borkenkäfer verfehlte seine Wirkung bei den Kindern nicht und es entwickelten sich lebhafte und tiefgreifende Gespräche über die Folgen des Klimawandels.
„Das war mal unser Lieblingsplatz“, „Hier steht ja gar nichts mehr“ oder „Was ist denn hier los, was ist passiert?“, so zeigten sich die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse an der Evangelischen Grundschule Mogendorf sichtlich betroffen, als sie bei ihrem „Wald-Projekttag“ an ihrem Bachlauf ankamen. Wo früher noch hohe und starke Bäume für Schatten und angenehme Temperaturen sorgten, fanden die Kinder eine braune und dürre Holzwüste vor. Fast alle Nadelbäume sind umgefallen, nur vereinzelt stehen noch dünne Laubhölzer und halten die Stellung. Ein kompletter Unterrichtstag im Wald war Höhepunkt des Lernprojektes „Unser Wald“ und natürlich stand auch hier schon die Frage „Hat unser Wald ein Problem?“ auf dem Lernplan. Ausgerüstet mit Bestimmungsbüchern für Pflanzen und Tiere, selbst gezeichneten und ausgedruckten Bildern, aber auch schon mit digitalen Endgeräten (Handys mit Bestimmungs-Apps) machten sich die jungen Forscher_innen mit viel Eifer daran, die Ursachen und Folgen der beobachteten Schäden, aber auch die robusten Pflanzen zu untersuchen. „Ein Tag mit nachhaltiger Wirkung, der sicherlich noch lange in der Erinnerung der Kinder bleiben und ihr Verhalten zu ihrer Umwelt hoffentlich positiv beeinflussen wird“, zeigte sich der Klassenlehrer zufrieden.

 

Viel spontane Betroffenheit zeigten die Abschlussschüler*innen der Grundschule Mogendorf, als sie im Laufe ihres Waldprojektes ihren alten Lieblingsplatz aufsuchten. Trockenheit und Borkenkäfer haben hier deutliche Spuren hinterlassen – ganze Abschnitte sind ohne Bäume.
Fleißige Forscherinnen und Forscher bestimmen mit Hilfe von Büchern, aber auch schon mit digitalen Geräten verschiedene Pflanzen im Wald. Was müssen wir tun, wenn wir unserem Wald und unserem Klima helfen wollen – ein nachhaltiges Lernen durch Begreifen direkt vor Ort.
Auch ein Bachlauf gibt Informationen über den Zustand im Wald. Welche Spuren finden die Waldforscher im ehemals schattigen Bachlauf. Hat sich etwas verändert ?